Ein kalter Hauch im Schlafzimmer – Wenn es beim Sex nicht mehr so gut läuft

Ganz großes Kribbeln, hungrige Blicke und temperamentvolles übereinander herfallen. Wie schön ist das starke, experimentierfreudige Verlangen nach Sex am Anfang einer Beziehung. Doch nach und nach zerstreut es sich immer mehr. Das Ende vom Lied: früher oder später findet man sich in der langweiligen Missionarsstellung wieder. Aber was kann man dagegen machen?

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Text: Tino Kempe

Über die sich einschleichende Sex Ebbe im Schlafzimmer denkt am Anfang niemand nach. Denn der prickelnde Moment, indem man sich sieht und sich das kleine Lächeln in den Augen abzeichnet, ist zu aufregend. Hungrig wird das Gegenüber gemustert, bis die Lust immer größer wird. Unter wilden Küssen reißt man sich gegenseitig regelrecht die Klamotten vom Leib und ertastet mal zärtlich, mal etwas stürmischer den Körper des anderen.

Doch die erregenden Momente, schlüpfriger Nachrichten und unanständiger sexuellen Aktivitäten vergehen schnell. Aus feuriger Leidenschaft wird vor sich hinschlummernde Langeweile. Die Zweck erfüllende Löffelchenstellung findet genau da ihren Platz, wo vorher hemmungslos das Bett zerwühlt wurde. Aber woran liegt es? Von Süßigkeiten bekommen die meisten Menschen doch auch nie genug? Warum also die Flaute im Bett.

Deshalb ist das Schlafzimmer kein Sex Paradies mehr

Vergleicht man das schnell abschwächende Phänomen etwas genauer mit anderen Situationen im Leben wie Hobbys oder dem Lieblingslied, stellt man tatsächlich schnell Parallelen fest. Einem Hobby gehen wir nur nach, wenn uns danach ist und ein Lied ist schnell überhört. Einige Zeit nach dem hoch und runter hören, stellt man fest „Das habe ich aber auch schon lange nicht mehr gehört.“ Auch wenn es hier Ähnlichkeiten gibt, lässt sich das Sexleben nicht so leicht aufschieben oder vernachlässigen. Fest steht aber, dass die kleinen Spielereien im Schlafzimmer in den Hintergrund rücken.

Stress, Unlust, Zeitlosigkeit sind oft die Indizien dafür. Bevor man es sich versieht, wird Sex zu einer Art Pflichtveranstaltung, der man ähnlich wie dem Besuch zu einem Elternabend nachgeht. Selbstverständlich macht sich dieses Gefühl nicht immer genau so bemerkbar. Es gibt auch Situationen, in denen beide vor Lust fast platzen. Allerdings fehlt dann doch die nötige Kreativität, und manchmal auch der Mut dazu neues Terrain im Bereich Sex zu betreten. Besonders, wenn Letzteres ein Grund ist, sollte man sich an die gemeinsamen, zügellosen Augenblicke am Anfang der Beziehung erinnern. Immerhin ging es da auch, ohne lange darüber nachzudenken.Flaute_im Bett_Blog_II

Gibt es eine Lösung, außer positive Gedanken zu haben?

Die gibt es! Voraussetzung ist allerdings, dass man sich gegenseitig vertraut und etwas Mut mit ins Schlafzimmer bringt. Man muss nicht unbedingt der große Abenteurer oder Draufgänger sein, um sich an Rollenspielen zu versuchen. Denn welcher Mann wird bei einem süßen Kätzchen nicht schwach? Auch der weibliche Part sollte beim Sex nicht zu kurz kommen. Wie wäre es denn, wenn der sonst so brave Partner plötzlich zum Macho wird und die Oberhand gewinnt?

Wer mit Rollenspielen beim Sex nichts anfangen kann oder einen Schritt weitergehen möchte, kann sich an anderen Orten außerhalb des Schlafzimmers austoben. Wobei der Gedanke im Sommer zuallererst auf einen Park, einen Wald oder Strand fällt. Warum auch nicht? Sex in der Natur kann neben dem aufregenden Prickeln und der Erfahrung etwas Neues zu probieren, auch durchaus einen bejahenden Einfluss auf die Beziehung haben.

Entscheidend in jeder Abwechslung ist aber immer das Abschalten. Beim Sex sollte man weder an den Job, den nächsten Einkauf noch an andere Dinge denken. Denn hierbei geht es nur um sich selbst und das man sich einfach fallen lässt.

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Kommentare

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1 Gedanke zu “Ein kalter Hauch im Schlafzimmer – Wenn es beim Sex nicht mehr so gut läuft

  1. Kann ich nur bestätigen. Wir sind auch nach 25 Jahren gegenseitig begehrenswert. In unserer Beziehung wird viel Experimentiert, auch in Bezug auf Sex. Im Moment sind wir bei BDSM angekommen, wobei der Schwerpunkt auf Dominanz/Submission ausgerichtet ist. Und die Reise geht weiter. …. Also einfach versuchen den einkehrenden Alltag zu überlisten!

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